Verbundenheit: Try it!

Warum haben so viele von uns Angst, neue Menschen kennenzulernen? Und uns selbst? Was soll das auch bringen? Nun, vor allem eins: Verbundenheit. Und Verbundenheit macht happy. Daher: Try it!

Das gepflegte Wort Texterin Köln Esoterik Coaching Spiritaulität Verbundenheit Spirale

 

Ist das nicht verrückt? Wir fürchten uns so sehr vor dem, wonach wir uns in unserem tiefsten Inneren sehnen.

Verbindung. Ver-Bindung. Vielleicht sogar Verbundenheit.

Tiefe Beziehungen. Wahr-haftigkeit.

Wie viele von uns haben Angst, neue Menschen kennenzulernen? Einzeln oder in einer Gruppe? Und das selbst ohne diagnostizierte Sozialphobie (=Angst vor Menschen). Wie viele von uns haben Angst, anderen ihr wahres Wesen zu enthüllen? An den Kern des eigenen Selbst zu kommen und damit in die Tiefe?

Stattdessen: Ablenkung allerorten, durch TV, Radio, Internet, Drogen aller Art. Small Talk. „Wie geht’s? Gut, und selbst?“

Natürlich: Jede und jeder hat schon schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht. Diese haben uns geprägt, ob bewusst oder unbewusst. Dass da eine gewisse Skepsis bis Angst vor fremden Leuten entsteht und bleibt, ist nur zu verständlich. Doch ich meine, es gilt auch: Wir sind uns alle viel ähnlicher als wir meinen. Tief in uns drin. In unseren Sehnsüchten, Gefühlen, Wünschen und auch Ängsten. Nur weiß das niemand. Weil wir niemals in die Tiefe gehen. Niemals sprechen wir darüber, was wirklich in uns vorgeht. Stattdessen setzen wir uns Masken auf, nehmen die Rollen an, die andere uns überstülpen. Wie soll so Verbindung entstehen? Verbindung zu uns selbst – und zu anderen? Im Gegenteil verkümmern auf diese Weise Verbindungen. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, sie zu reaktivieren.

Auch und vor allem Liebespaare können sich nicht wirklich zeigen wie sie sind. Das zu lernen ist der Inhalt vieler Paarberatungen. Sollte uns das nicht zu denken geben? Und wäre es nicht besser, wenn wir uns von Anfang so zeigen könnten wie wir sind? Nicht nur potenziellen LiebespartnerInnen, sondern allen Menschen gegenüber? Ist das nicht auch eine tiefe Sehnsucht von uns – so gesehen und angenommen zu werden wie wir sind? Und so leben zu können wie wir wollen?

Wie kommen wir dahin?

Zunächst: Damit wir uns mit anderen verbinden können, müssen wir mit uns selbst verbunden sein. Doch schon das ist den wenigsten bewusst. Kein Wunder: Es ist eine große Herausforderung, uns mit uns selbst zu beschäftigen. Schließlich könnte es passieren, dass auch unschöne Dinge aus dem Schatten ins Licht kommen. Dass wir Gefühle erleben, mit denen wir meinen, nicht umgehen zu können. Die wenigsten haben gelernt, wie man durch ein Gefühl hindurchgehen kann. Und deshalb große Angst, dass etwas Schreckliches passieren könnte. Daher: Lieber wegdrücken, wegschauen, weitermachen wie bisher. Die anderen machen es ja auch so, da kann es doch nicht so falsch sein …

Es braucht schon einen gewissen Grad an Bewusstsein, vielleicht auch Leidensdruck („Bin ich wirklich glücklich?“), um sich auf den Weg zu sich selbst zu machen. Plus ganz viel Mut. Um über sich und sein Leben zu reflektieren, mit Fragen wie: Wer bin ich eigentlich wirklich – in meiner tiefsten, wahren Essenz? Möchte ich hier sein? Wo wäre ich lieber? Möchte ich mich mit diesen Menschen, mit dieser Umgebung umgeben?

Die Antworten können wirklich beängstigend sein. Da ist es natürlich einfacher und bequemer, sich in seiner kleinen Welt einzurichten, bei dem zu bleiben, was man so gewohnt ist. Mit etwas Glück muss niemand allein durchs Leben gehen, denn da sind FreundInnen, Familie, evtl. LebenspartnerIn, Kinder. Mit ihnen fühlen wir uns weniger allein. Sie lassen uns glauben, dass wir Verbindung(en) haben im Leben und mit dem Leben. Wenn die Quantität gegeben ist – wieso sich Fragen zur Qualität stellen?

Und sowieso: Wie soll das gehen, eine tiefe Verbindung zu mir selbst aufbauen? – Alles sehr verständliche Reaktionen.

Doch ich meine: Es lohnt sich, über den eigenen Schatten zu springen. Jeder Moment, und sei es auch noch so ein kurzer, in dem ich die wundervolle Verbindung spüre, ist es wert. Ich kann und will nicht mehr zurück in die unbewusst(er)e Zeit. Das bedeutet natürlich auch, über meine bisherigen Verbindungen nachzudenken und nachzuspüren. Das ist alles ein Prozess, und wer weiß, ob er je abgeschlossen sein wird. Und wohin er mich bringt. Ob ich es mal schaffe, einer Sportkollegin zu sagen, dass ich ihre ewigen negativen Geschichten über ihre Krankheiten nicht hören will, sie mir jedoch gern etwas Schönes erzählen kann? Oder der Nachbarin, dass ich ihr Lamentieren über ein bestimmtes Thema nicht mehr hören kann?

Da ist sie wieder: Die Angst vor Einsamkeit. Was wohl passiert, wenn ich meine Gefühle und Wünsche äußere? Selbst ohne die Erwartung, dass die anderen meine Wünsche erfüllen. Gleichzeitig weiß ich, dass ich niemals wirklich einsam bin, solange ich mit mir selbst verbunden bin.

Und ich bin mir auch der folgenden Paradoxie bewusst: Wir brauchen das Feedback von anderen, um uns selbst wahrzunehmen – in allen Facetten. Schon Babys erfahren sich selbst in der Interaktion mit anderen. Für Erwachsene ist es mindestens erkenntnisreich, wenn andere der eigenen Weltsicht weitere Komponenten hinzufügen. Und es kann noch viel weiter – tiefer – gehen:

Denn auf Verbindung folgt Verbundenheit. Ein unbeschreiblich schönes Gefühl.  Und wenn wir uns auf tiefster Ebene begegnen, wird sogar Heilung möglich. Das sind die Gruppenprozesse, wie sie in diversen Settings passieren können. Wir erkennen Anteile, die wir selbst nicht sehen (wollen oder können) – positive wie „negative“, auch Schattenanteile genannt. Wenn wir uns in den anderen widerspiegeln und erkennen, wird Weiterentwicklung noch leichter möglich. Und eine große Schippe Glücksgefühle, Intensität und Energie gibt’s gratis obendrauf. Nämlich dann, wenn uns klar wird, wie ähnlich wir uns sind. Wenn wir Erfahrungen, Ängste, Gefühle mit anderen teilen, etwa in einer Gruppe, wird immer mindestens eine/-r sein, die ähnliche Erfahrungen, die gleichen Gefühlsprozesse durchgemacht hat.  Wenn wir erleben, dass wir so sein und uns so zeigen dürfen wie wir sind. Und dafür auch noch Wertschätzung erfahren – einfach großartig. Dann fallen die Masken. Das Bild, das andere und wir selbst von uns haben, gerät ins Wanken. Rollen bröckeln von uns ab. Nach und nach schält sich heraus: Das wahre Selbst.

Wenn wir es schaffen, anderen Menschen auf diese Ebene zu begeben – dann entsteht wahre Verbundenheit. Mit uns selbst und mit anderen. Dieses Gefühl möchte ich nicht mehr missen. Interessanterweise habe ich, wenn ich in der Verbundenheit bin, besonders positive Begegnungen mit anderen Menschen. I like! J Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

 

Du willst auch Tiefe und Verbundenheit erleben?

Hier ein paar Tipps:

– Fange an zu meditieren. Mir haben am Anfang geführte Meditationen geholfen. Diese gibt es auf CD, als Download, bei YouTube und Soundcloud.

– Beschäftige Dich mit den Anteilen in Dir, die Dir noch unbewusst sind (und die trotzdem auf Dich wirken) – in Theorie und Praxis. Das kann z. B. Innere-Kind-Arbeit oder Schattenarbeit sein. Dafür gibt es wiederum mehrere Methoden, etwa Bücher und Meditationen zum Thema. Sehr empfehlenswert finde ich die sogenannte Ganzheitliche Integrative Atemtherapie. Mit den inneren Teilen arbeitet auch Coach Martin Weiss. In seinem Programm „big.shift“ gibt er kostenlose Webinare, die Du alle hier ansehen kannst.

– Da der Schlüssel zum Umgang mit anderen die Kommunikation ist, solltest Du Dich auch damit beschäftigen. Auch hier gibt es verschiedene Modelle, z. B. die Gewaltfreie Kommunikation. Ich bin gerade dabei, „Radical Honesty“ und „Awareness, Courage, Love“ kennenzulernen. Dazu gibt es Gruppen und Workshops in einigen Städten. Das Ziel dieser Kommunikationsformen (so wie ich das verstehe): Mehr Verständnis, Klarheit, Verbindung, Verbundenheit – für und mit sich selbst und andere(n).

Meine persönlichen Buch-, DVD- und CD-Empfehlungen:

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